Hinweise an unsere Wanderleiter und Teilnehmer

Alle Wanderungen, bei denen Baustellen der Deutschen Bahn bei der An-/Abreise tangiert oder durchquert werden müssen, sind unbedingt nochmals im organisatorischen Verlauf zu überprüfen.

Das betrifft nicht nur die Zugfahrt sondern auch Fußgängerbrücken, die parallel zu den Gleisen im betreffenden Bauabschnitt vorhanden sind und direkt mit den Bahnbrückenbauten verbunden sind.  Bei Sperrung von Verkehrswegeeinrichtungen, die nur für Fußgänger / Radfahrer vorgesehen sind,  werden fast nie Ersatzlösungen angeboten.
Auch die "Sperrzeiten" werden oft überraschend eingeleitet.

Es sind also durch die Verantwortlichen solcher Touren, die diese Bereiche berühren, Vorkehrungen zu treffen. Das kann sich auf die  Orte des Start bzw. Ziels der Wanderung als auch die Streckenführung beziehen.


Das betrifft z. B. die Verbindung über die Brücke über die Havel im Abschnitt Templiner See zwischen Potsdam-Pirschheide auf der Westseite und alle Anbindungen zu den Wanderwegen auf der Ostseite des Templiner See. Termin voraussichtlich ab 06.03.2017.

Es muss also auf Querungsmöglichkeiten des Flusses Havel in der Ortslage Caputh (Fußgängersteig auf der Bahnbrücke oder Fährverbindung) oder in Potsdam über die Lange Brücke zurückgegriffen werden. Die Fähre zwischen den Potsdamer Stadtteilen Hermannswerder und Kiewitt ist ebenfalls nicht durchgängig gesichert.

Die Verbindung mit dem Wassertaxi ab Kongresshotel (Nähe Tram-Hst Pirschheide) zum gegenüberliegenden Strandbad bzw. der Gst. Forsthaus Templin besteht nur vom 25.03.2017 bis 09.04.2017 (Do bis So, feiertags ca. alle 4 Std) und ab 14.04.2017 (täglich ca. alle 2 Std) saisonbedingt. Dieses  Wassertaxi pendelt zwischen Glienicker Brücke und Strandbad Tempin zum Taxitarif.

Durch die Verbreiterung der Autobahn bei Michendorf muss eine neue längere Bahnbrücke eingebaut werden. Der Bahnverkehr zwischen Michendorf und Seddin (RE 7, RB23 und RB 33) wird deshalb für eine bestimmte Zeitdauer komplett gesperrt.


Der Zugverkehr der Linie RB21 zwischen Potsdam-Hbf  - Golm - Saarmund  Richtung Schönefeld wird über die Strecke des RB 23 über Caputh umgeleitet. Dadurch kann es bis zu Anschlusswartezeiten in Potsdam-Hbf von 56 min kommen (trotz stünlichem Takt). Die Verbindungen von Potsdam-Griebnitzsee über Potsdam-Hbf - Golm - Wustermark bleiben wie in den Fahrpänen (Ausgabe Dezember 2016) ausgedruckt.


In Bereich Berlin kommt es zu im Bereich des Karower Kreuzes zu massiven Einschränkungen. Viele Zughalte von BE-Gesundbrunnen werden nach BE-Lichtenberg verlegt.
Der Fernverkehr zwischen Berlin und Oranienburg wird bei RE5 unterbrochen. Erstzweise ist die S-Bahn zu nutzen. Ebenfalls gibt es zeitweilig erhebliche Veränderungen auf den Linien RE3 ud RE24 ab Berlin Richtung Norden.


Auch die Direktverbindung zwischen Berlin und Dresden über Wünsdorf  und Elsterwerda wird nur im SEV bedient.


Aber auch Nicht-Bahn-Reisende sind betroffen
Wer als auswärtiger Wanderer zu einer Tour ab Potsdam starten möchte und per Pkw anreist, für den stehen ebenfalls erhebliche Herausforderungen an, die gewaltige Zeitverzögerungen infolge von Staus bedingen.Er merkt recht schell, dass das Gebiet von Potsdam gewissermaßen eine Insel ist. Der Bevölkerungszuwachs Potsdams ist rasant. Neue Wohngebiete entstehen - doch die dazu dringend notwendige Infrastruktur lässt auf sich warten.  
Die marode Fahrbahn der B273 aus Richtung Norden soll im Stadtteil Bornim erneuert werden. Im Stadtteil Potsdam-Nord wird an der B2 eine neu Straßenbahnstrecke errichtet. Auf der B1 als Zufahrt aus Richtung Westen hat man einen Langzeittest organisiert, ob man durch Fahrspurreduzierung die Feinstaubbelastung verringern könnte. Dazu kommt noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung in bestimmten Abschnitten und zu bestimmten Zeiten. Festgelegte Fahrzeiten der Busse, die durch diesen Bereich müssen, sind nicht haltbar. Eine weitere Variante, die erneut ohne Absprache mit den Nachbarkommunen zu Potsdam erfolgte.

Wo sind die Hintergründe zu den Problemen um Potsdam?
Die betroffenen Nachbarkommunen hatten im Vorfeld den Bau von neuen Umgehungsstraßen aus vielfältigen Gründen blockiert, weil Potsdam dieses ohne Absprachen mit seinen Nachbarn und zudem auch noch auf nichtpotsdamer Territorium plante. Der Bund stellte deshalb diese Baumaßnahmen in der Verkehrswegeplanung komplett zurück, weil sich Nachbarn nicht einig werden. Die Beschwerdewelle weit über die Kommunen hinaus reißt nicht ab.
Der ehemalige Baustadtrat war Fahrradfanatiker. Er setzte darauf die Stadt als Fahrradstadt zu etablieren. Unter seiner Regie favorisierte man den Neubau von Schnellradwegen von 3 m Breite (nach niederlandischem Vorbild) und den Umbau bisher vorhandener markierter Wanderwege zu gemeinsamen Rad- und Wanderwegen.

Negativ: Die Oberfläche vieler bisher alleinig als Wanderweg ausgewiesener Abschnitte wurde verfestigt oder asphaltiert.

Positiv: eine bessere Fahrradverbindung zwischen Bahnhof Werder, Wildpark-West über Potsdam bis Teltow.
Wandermarkierungszeichen werden dabei oft von den ausführenden Firmen entfernt und dafür neue Orientierungshinweise an separaten Ständern ausschließlich für Radler aufgestellt. Auf Nachfragen erklärte man, dass man die Einbeziehung der Wanderwegemarkierungszeichen beim Planen übersehen habe. Argument: Die Wanderer könnten sich ja auch mit Hilfe der Radfahrerhinweise orientieren. Für Veränderungen brauche man nun aber leider bis zu 7 Jahren, denn es müssten ja dazu erst Projekte erstellt und Mittel eingeplant werden.  Auch zusätzliche Aufkleber und Zusatzzeichen wären kostenintensiv.
Für die Markierung von Wanderwegen, die im  letzten Abschnitt an die jeweilige kommunale Grenze führen - gewissermaßen die Verbindung zur Nachbarkommune darstellen - interessiert man sich kaum.

Rolle des ehrenamtlichen Wegewartes?
Wem wundert es da noch, dass sich nur ganz schwer die die Landeshauptstadt ein Wegewart finden lässt, der neben der Lokal- auch Sachkenntnis besitzt. Er muss zudem hoch engagiert sein, denn von Seiten der kommunalen Verwaltung kann er kaum sachkundige Unterstützung erwarten, weil diesen Verwaltungsmitarbeitern nachweislich die dazu notwendige Sachkenntnis nicht haben und aktuelles Kartenmaterial fehlt. Hinzukommt, dass sich diese Verwaltung - wie immer wieder auf Einwohnerforen deutlich gemacht wird -  nur sehr spärlich um die zusätzlich durch Eingemeindungen hinzugekommenen Teile kümmert. Zusätzliche Arbeitszeit für diese Aufgaben ist nicht vorgesehen.
Im Bereich des direkten stadtnahen Erholungswaldes, ist man sich auch nicht einig, ob die Forstverwaltung oder die Kommune welche Rechte und welches Sagen hat. Es geht nach dem Motto "Miteinander Sprechen, heißt auch hinterher zusätzliche Aufgaben übernehmen".
Ein neuer Wanderwegewart kann sich jedoch der Unterstützung der jeweiligen Ortsbeiräte sicher sein, denn diese haben schon vieles in Eigeninitiative hier angeschoben. Der BWBV unterstützt  die Rolle der Wegewarte, die im Auftrag der jeweiligen Landkreise/kreisfreien Städte im Land Brandeburg durch entsprechende fachliche Anleitungen. Doch auch hier könnte im Zuge der Digitalisierung und katastermäßigen Erfassung aller Markierungen (analog zur Erfassung des Laubbaumbestandes) eine Durchnummerierung der Markierungszeichen sowie eine GPS-mäßige Erfassung der Markierungspunkte im Raum stehen.


Versteckter Kommerz?
Prikär ist hier außerdem, dass bestimmte - oft zugereiste - Lobbyisten ihr verwurzeltes streng nach Vereinen getrenntes altbundesdeutsches Vereinsleben einschließlich der vereinsinternen Markierungen gern auch im Potsdamer Bereich installieren möchten. Auch wenn sich EU-weit unserere historische Markierung (z. B. Zeichengröße 10 x 10 cm plus Striche/Kreise) durchsetzt. Dabei treten immer wieder Vertreter des Hotel- und Gaststättengewerbres in Erscheinung, die markierte Wege zu ihren Einrichtungen wünschen.
Auch die nichtkonsequent durchgeführte Trennung von Reitwegen von Wander- bzw. Radwegen bleibt in der Praxis unzureichend.

Der Deutsche Wanderverband hat mit seinem neuen Slogen "Genusswandern" da auch in die Zweideutigkeit gegriffen. Viele "Otto-Normal-Verbraucher" und der kommerzielle Tourismus sehen in diesem Slogen nur die "Gastlichkeit" (Lokalität). Der Weg dahin ist für sie nur Mittel zum Zweck.
Der Genuss der Natur muss aber primär bleiben und angestrebt werdern - Speis und Trank in Gaststätten müssen dabei eine Nebenerscheinung sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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