Aus den Aktivitäten unseres BWBV

Zahlreiche unserere durchgeführten Wanderveranstaltungen waren im Vorfeld veröffentlicht worden und fanden bundesweit große Aufmerksamkeit. Der Redakteur unseres Wanderboten wurde deshalb auch als Teilnehmer zur bundesweiten Tagung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit am 21.03.2017 nach Berlin eingeladen. Es ging um das Thema "Sport - Impulsgeber für eine nachhaltige Gesellschaft". Veranstalter waren neben dem Bundesministerium das Umweltbundesamt, der Beirat "Umwelt und Sport" des BMUB in Verbindung mit dem zentralen DOSB und dem DWV. 

In einer sechsstündigen Tagung wurde in Berlin über die Verbindungen zwischen Breitensport, Gesundheit und Erhaltung der Natur diskutiert. Schwerpunkt war die Organisation und Schaffung von nachhaltigen Dingen.

Es sprachen hier und stellten sich in den Diskussionsrunden zur Verfügung u.a.:
- Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Bau und 
  Reaktorsicherheit
- Prof. Dr. Ralf Roth, Leiter des Instituts für Natursport und Ökologie
   an der Deutschen Sporthochschule Köln und gleichzeitig Sprecher
   des Beirats „Umwelt und Sport“ des BMUB (Anmerkung: der DWV
   wird in diesem Beirat von Frau Dicks, Geschäftsführerin beim
   DWV, vertreten
)
- Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im
   Bundesministerium für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit
- Dr. Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung des DOSB e. V.
- Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutz-
  ringes e. V.
sowie weitere hochrangige Vertreter des DOSB.

Insgesamt war es ein Beispiel, dass DOSB, Naturschutzvertretungen und DWV auch gemeinsam auftreten können. Es hängt aber fast immer in der nächst tieferen Leitungsebenen an den Umsetzungen, weil jede Maßnahme in der Bearbeitung Zeit und auch finanziellen Aufwand bedeutet.
Alles, was nicht sofort kommerziell messbar ist, wird zeitlich zu oft nach hinten geschoben.
Nachhaltigkeit, soziale und gesundheitsfördernde Auswirkungen des Wanderns werden werden dabei zurückgestellt.

Unter den über 300 Teilnehmern aus Ämtern, Verwaltungen, Sport- und Wander- und Naturschutzverbänden aus dem gesamten Bundesgebiet waren leider aus dem Land Brandenburg nur wir als BWBV und eine Einzelperson aus Oranienburg vertreten. Das sollte zu denken geben, welche Rolle bei uns im Bundersland die Verbindung von Umwelt mit Schwerpunkt Erhaltung der Natur, Breitensport, hier besonders Natursport und Gesundheitsförderung durch sanfte Bewegung von Verantwortlichen beigemessen wird. Touristische Aspekte kommen noch hinzu.
Im Land Brandenburg sind beispielsweise allein  5 Landes-Ministerien - dazu noch mit verschiedensten Ressorts - für das Wandern zuständig. Dabei versuchen Verantwortliche aus dem Brandenburgischen Wirtschaftsministerium primären Einfluss zu nehmen. Und in den Landkreisen, krteisfreien Städten und Kommunen gibt es dazu wiederum bei den Verwaltungsmitarbeitern noch andere Aufgabenverteilungen bzgl. der Aspekte des Wanderns.

Durch ständige Umstrukturierungen in den Ministerien sind Verantwortliche, die sich bisher dem Wandern annahmen, gar nicht mehr erreichbar. Diese Personen werden vom DWV aber immer noch für Vereine als Ansprechpartner benannt. So wird bei Problemen der „Schwarze Peter“ kräftig durch die Amtsstuben weitergereicht.


Resumee der Teilnehmer: Die Verantwortlichen aus allen diesen Zuständigkeiten sollten nicht nur für ihr verwaltetes Ressort wirken, nicht ressortübergreifend gegeneinander arbeiten, sondern im Dialog miteinander und auch mit den aktiv Betroffenen sinnvolle Lösungen schaffen. In unserer komplizierten Welt müssen auch sinnvolle Kompromisse gemacht werden. Die Umsetzung von der Idee oder der Beseitigung eines Steins des Anstoßes darf einfach nicht Jahre dauern.

Nachfolgend aus dem Dankschreiben des Veranstalters an uns:

Sehr geehrter Herr Schmiedeke,
auf diesem Weg möchten wir uns für Ihre Beiträge und den wertvollen Austausch im Rahmen des Dialogforums 2017 „Sport – Impulsgeber für eine nachhaltige Gesellschaft“ herzlich bedanken.
  
Wir haben vielfältige Anregungen erhalten und werden in den nächsten Wochen intensiv am angekündigten Positionspapier und der Tagungsdokumentation arbeiten. Sobald wir diesen Prozess abgeschlossen haben, finden Sie die Dokumente auf der Website des BMUB unter
www.bmub.bund.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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